Geheimnisse in Thüringens Untergrund
Die ungehobenen Altlasten des Dritten Reiches
Thomas Mehner
Heinrich-Jung-Verlagsgesellschaft mbH, Zella-Mehlis
Erschienen: 2002
ISBN: 3-930588-75-7
Als ich noch ein kleiner Junge war, hatte mir meine Oma immer Märchen abends am Bett vorgelesen, wenn wir bei den Großeltern zu Besuch waren. Frau Holle, die Schneekönigin und so weiter. Nur das Märchen über das Jonastal bekam ich leider nie zu hören. Genauso komme ich mir manchmal vor, wenn ich mir die ganze Literatur über das Jonastal lese. Es gibt in ganz Thüringen keine Untertage-Verlagerung, über die so viele Bücher geschrieben wurden. Und das Meiste an Literatur scheinen Märchenbücher zu sein. Ich weiß schon, warum ich niemals einen Bericht über die unterirdischen Anlagen im Jonstal schreiben werde, denn jemehr ich darüber lese, desto mehr Fragen tauchen auf. Und das Meiste ist in meinen Augen völliger Schwachsinn. Aber ich schweife mal wieder ab. Hier in dem vorgestellten Buch geht es auch hauptsächlich um das Jonastal und deren U-Verlagerungen mit den Decknamen Olga, SIII, Jasmin, Burg und wie sie alle heißen. Hauptthema sind natürlich wieder die Atombombe und andere atomare Waffen und deren Entwicklung gegen Ende des Zweiten Weltkriegs. Als ich das Buch zum ersten Mal in einem Rutsch durchlas, schwebten danach jede Menge Fragezeichen um meinen Kopf herum. Was war das jetzt? Zugegeben, dieses Buch ist gut geschrieben und packt den Leser. Aber schlauer war ich nach erstmaligem Lesen nicht, und ich dachte immer Lesen bildet. Beim zweiten Durchgang
fielen mir immer mehr Ungereimtheiten und Falschassagen auf. Auch die Bilder überzeugten mich nicht. Hier wird schnell mal der Schatten einer Felswand zum Stollenmundloch deklariert und es gibt plötzlich eine U-Verlagerung Laura. Ich möchte hier jetzt nicht weiter ins Detail gehen und respektiere auf jeden Fall den Arbeitsaufwand von Autor Thomas Mehner, welcher sich die Mühe machte dieses Buch zu schreiben. Zum Abschluss kann ich nur noch sagen, dass ihr es euch genau überlegen solltet, dieses Machtwerk zu ergattern. Und nicht jede Rezension meinerseits fällt positiv aus - ich schreibe wie es ist und basta.
Eismann, Januar 2026
